IMG_3653 Denise

Das Leben als Abenteurer – Geher und Bleiber

Circles

Wie in jeden Abenteuerfilm (oder auch im Leben), ist es doch letztendlich so, das es Darsteller gibt, die in die Weite ziehen und andere, die sesshaft sind und es auch bleiben möchten. Die, die in die Weite ziehen, und sich auf etwas Neues einlassen, die Abenteurer, sind auch diejenigen, die einfacher über eine Trennung hinwegkommen. Wir nennen sie mal die Geher. Die haben sich alles schon überlegt, fühlen sich meist schon seit längerer Zeit nicht wirklich glücklich, wollen etwas verändern. Sie haben noch viel vor und stehen mit ihren Füßen voll im Leben.
Und es gibt die, die bleiben und warten, eben auch die, die leiden. Sie spüren den intensiven Verlust, müssen vielleicht neue Ziele ins Auge fassen, da sie ihre Ziele vergessen haben oder einfach nur wollen, dass alles so bleibt wie es war. Wir nennen diese, die Bleiber. Sie haben’s voll verpasst. Waren wohl mit halbem Bewusstsein dabei. Oder sich selbst nicht ehrlich gegenüber, oder sie sind einfach super häuslich und kuschelig.

Ich bin, ganz klar, ein Geher. Ich beobachte mein Leben, während es läuft, ganz bewusst. Ich sehe, dass Dinge sich verändern und versuche neue Strukturen zu erkennen. Ich wähle die Strukturen, die zu mir passen und sich in meinem Leben verwirklichen möchten, aus. Ich spüre es in jedem Zentimeters meines Körpers und Lebens. Und während andere noch jammern, habe ich neue Visionen, Hochgefühle der Freiheit und eine neue Struktur. Das Ufer loslassen, wir treffen uns in der Mitte und feiern.

VELO

Let’s Enjoy our Food

Philosophia

A question I have to ask myself and which is impossible not to come across these days – “what kind of EATER am I?”

Are we talking about diets or attitudes? Food has become AN ATTRIBUTE which brings us together or apart with/from others. It can make us better (because we are trying to save the world) and it can make us ignorant (caveman-diet). I wish food were just food again, something to eat and enjoy and not constantly think about. Whereas in days of awareness and transparency, there is almost nothing we can do without thinking about, maybe sleeping (unless you are into lucid dreaming).
I researched a bit and came to know that around the time I was born man discovered pasteuration, refrigeration, mass production and factory farming. Everything is in need of being standardized and produced for masses. This I think is where the big problem starts, it is not about “what I personally prefer or not” it is about the inhumanity of factory farming and mass production.

If I own two chickens and they endow me with breakfast eggs, nothing barbaric is happening. But if you watch films of factory farming of chickens and the mass-killing of chicks, you might never want to eat an egg again.
Each one of us can change a limited amount of actions around us. We can look for ways to step out of mass production and factory farming. This takes effort and time. Others watching might join and step by step things can change around us…

It is not about being a vegetarian or vegan, it is about finding small steps and stepping out. Let us enjoy our food and not distinguish ourselves due to specific diets. Together and with small steps we can make things around us better.

“We are all visitors to this time, this place. We are just passing through. Our purpose here is to observe, to learn, to grow, to love… and then we return home.”
Australian Aboriginal Proverb

Leah März 2012

Wahrheit

Philosophia

Wahrheit

geschrieben einige Stunden nach dem Tod meiner Mutter

In dem Prozess des Sterbens rief mich meine Mutter. Ich nahm ihre Hand, und sie ergriff meine Hand mit ihren beiden Händen. Sie sagte: “ich habe dich gefunden!“ „Ja, ich bin da.“ „Warum kannst du nicht mitgehen, Warum muss ich gehen? Warum muss ich sterben?“ fragte sie mich verzweifelt. Ich wollte tapfer sein, ich sagte: “Gott hat eine neue Aufgabe für dich. Gehe zu ihm, er wird es dir erklären.“ -und dachte bei mir- Ja, jetzt kann Sie gehen. Sie sagte: “ich bin bereit, Gott, ich bin bereit, “ Dann überkamen mich Zweifel. Wo schicke ich sie denn eigentlich hin?

Seit Tagen wacht sie aus ihrem komaartigem Morphiumzustand auf und sagt: “Ich habe gesucht, ich finde es nicht, es ist nicht da.“

Ich kann mich an einiger meiner dunklen Stunden erinnern, als ich Gott suchte und da war Nichts. Und ins Nichts musste ich gehen, es erkennen und daraus Neues erschaffen.

Was hatte ich ihr also gesagt?

Wo hatte ich sie hingeschickt?

Ich konnte sie doch nicht ahnungslos im Nichts herumirren lassen.

Ich sagte also: “Hörst du mich? Ich weiß nicht warum du sterben musst!“ Ich weinte: “ Ich weiß keine Antwort auf Warum, niemand kennt deine Antwort. Du musst jetzt all deine Kraft und all deinen Mut zusammennehmen und dann musst du deinen Weg gehen.“ Auf diese Reise müssen wir alle eines Tages ganz alleine gehen.

Und dann verstand ich für mich, verstand es nicht nur, sondern fühlte den Sinn – das große Unbekannte. Wo wir herkommen, wo wir hingehen, das ganze Leben. Wir wissen nichts, rein gar nichts.

Und ich wollte am liebsten tanzen, und fühlte die Freiheit, alles war ein neues Abenteuer, das es zu erkunden gab.

Alle Regeln, alle Dogmen, alle Beschränkungen, alle Ängste, alles war aufgehoben – denn das große Unbekannte kommt nach dem Nichts und im Nichts erschaffe ich meine eigene Welt. Welch eine Realität, ganz nach dem Geschmack meiner großen, freien Seele!!!

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CIRCLES

Philosophia

I have very much tried to find a fundament, something basic that explains life in an easy way. Something to make life a simple place to live, to get me out of all of these thousand of confusing possibilities around me. I was looking for something from inside, valid for myself and nature alike, since we are part of each other. Maybe there were some rules or inner understanding, so to understand the game of live and play along. Some sort of instructions, that I kept thinking – someone must have. Maybe it has just been forgotten on the way.
Well, what I have found for myself is something on the way there and I would like tio invite you along. I will share a few steps on my rocky and adventurous path to living a lively life with you. I have found something that has major importance to live in harmony, in myself, in nature, in relationship, in family, in social structure, in groups, in communities – everywhere. It is so simple and it is right in front of us. Maybe we forgot how important it is and just need to remember.
I have no answers, except to my own questions, like all of us. I can only speak from my experience, what I feel, what I see, what is my truth. Even though I sometimes believe it is a much bigger truth, that there is a basic truth within every one of us and in nature – known as the circle.
I think we need to live circular. It is about living in cycles and with cycles. Recognizing and living with natural cycles.

In pagan religions, before Christianity, people’s lives were much closer to nature. They lived with the seasons of nature, celebrated and respected nature in many different ways. The seasons and the moons were acknowledged and celebrated. The moon was intergrated into people’s lives and they knew the importance of planting, watering, cutting or harvesting plants and trees with the moon.
Nowadays a lot of this knowledge is being rediscovered, published, shared and used again. It brings us closer to nature and helps us respect nature again. It helps us learn and understand that we are nature. We cannot control nature and when we destroy it – we destroy ourselves.
Nature is a clear, set-up structure, a perfect organism. It has cycles which we are influenced by even if we are not conscious about it.

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Living Beautifully: with Uncertainity and Change (Pema Chödrön)

Philosophia

Auf der ewigen Suche nach ZuFRIEDENheit habe ich folgendes Buch in die Hände bekommen. Die drei Versprechen: Was uns Halt gibt, wenn das Leben uns herausfordert. Im Gegensatz zum deutschen Titel geht es in diesem wunderbaren Buch eher darum, das es kein Halt gibt, sich auf die Ungewissheit einzulassen und darin mit voller Bewusstheit zu agieren. “Living confident without a game plan” in anderen Worten “ohne Spielplan zuversichtlich Leben”, hmmm, und wer wagt dieses Experiment ohne Schlachtplan oder Strategie, und das ist die einfache Antwort auf der Suche nach dem Glück. Wie können wir ohne Plan unsere Ziele oder Träume verwirklichen, dem Leben vertrauen, der großen Ungewissheit ungeschützt begegnen, sich dem Fluss des Lebens ergeben. Eine spannende Herausforderung, was ist jedoch mit unserer Vernunft? Ein philosophischer Begriff, das unendlich viele Leben kontrolliert. Wir sind es von klein auf gewohnt Regeln und Prinzipien aufzustellen, zu akzeptieren und demnach zu handeln. Die Synonyme für die Unvernunft sind zahlreich, von leichtsinnig bis dumm und viele mehr. Die Übersetzung von “vernünftig” ins Englisch sind “reasonable and  sensible”, im Sinne von angemessen, bewusst und wahrnehmbar. Nach einiger Überlegung werde ich die Herausforderung annehmen, hier ist mein Blog zum glücklich werden. Mit kleinen Schritten und einem eher sehr groben Spielplan werde ich mich auf dem Weg machen und diesen Plan von Tag zu Tag aufgeben. Das ist echt spannend.

Worte eines Hopi-Ältesten;
Eine Prophezeiung der Hopi

An meine Gefährten, die mit mir schwimmen!
Da ist ein Fluss, der jetzt sehr schnell fließt.
Er ist so mächtig und reißend, dass einige Angst haben werden..
Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten.
Sie werden sich fühlen, als würden sie auseinandergerissen und sehr leiden.
Wisse, daß der Fluss seine Bestimmung hat.

Die Ältesten sagen, wir müssen jetzt das Ufer loslassen,
uns in die Mitte des Flusses vorstoßen, unsere Augen offen und den Kopf über Wasser halten.
Und sie sagen; sieh, wer dort mit dir ist und feiere.
Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte sollten wir nichts persönlich nehmen, am wenigsten uns selbst.
Denn in dem Moment, wo wir es tun, kommt unser spirituelles Wachstum und unsere Reise zum Stillstand.

Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei. Sammelt Euch!
Streicht das Wort “Mühsal” aus Eurer Haltung und Eurem Vokabular.
Alles, was wir jetzt tun, muss in heiliger Weise und als Feier unternommen werden.
Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben!

Oraibi, Arizona
Hopi Nation, für das Jahr 2009